1- Gegenseitiges Wohlwollen
Jeder Bewohner soll davon ausgehen können, dass der andere „ihm oder ihr gut ist“. Wir setzen voraus, dass Handlungen von Mitbewohnern im Geist des gegenseitigen Wohlwollens gesetzt wurden, auch wenn wir sie im ersten Augenblick nicht verstehen.
2- Gegenseitiger Respekt
Wir respektieren Jeden, seine Meinungen, seine Lebensphilosophie und seinen Glauben, auch wenn diese mit unserer eigenen Meinung, der eigenen Lebensanschauung und dem eigenen Glauben nicht übereinstimmen.
Wir schätzen und respektieren den Dissens – die „andere Sicht der Dinge“- als Basis von Wissenschaft und Fortschritt und als Garant für die Freiheit unserer eigenen Ansichten.
Wir begegnen einander ohne VOR-Urteile.
Wir werten Meinungen, Lebensphilosophie und Glauben unserer Mitbewohner nicht ab und wir bewerten diese nicht.
„Wir begegnen einander immer getragen vom gegenseitigen Respekt.“
3- Offene und direkte Kommunikation über Differenzen zwischen unseren Mitbewohnern
Bei Differenzen oder Fragen sprechen wir DIREKT mit der Person, welche die Fragen beantworten, die Meinungsverschiedenheit regeln oder das jeweilige Problem lösen kann.
„Wir reden nicht über einander sondern grundsätzlich miteinander.“
Wir verbreiten unsere eigenen Miss-Stimmungen nicht unter Mitbewohnern. Wir verstehen, dass wir für unsere eigenen Emotionen verantwortlich sind. Andere tragen keine Schuld für diese, und können unsere Emotionen auch nicht ändern.
Damit respektieren wir, dass jeder Mitbewohner das
„Recht auf einen schönen Tag“ hat.
4- Verhinderung und Aufklärung von Gerüchten
Uns ist bewusst, dass der schnellste Weg zur Zerstörung jeder Gemeinschaft das Streuen und Weiterverbreiten von Gerüchten ist.
Daher werden wir jede Aussage eines Bewohners über die Gemeinschaft, einzelne Mitglieder oder Organe der Generalversammlung, die Gründer und die Trägergesellschaften, die geeignet ist, Zweifel an deren Integrität oder Absichten zu säen, keinen Sinn geben oder nicht vernünftig zu sein scheinen, auf den Urheber zurückverfolgen und die gemachten Aussagen in direkter Kommunikation mit den Betroffenen restlos klären.
5- Verlässlichkeit
Wir bemühen uns, in unseren Versprechen und Aussagen wahrhaftig zu sein. Wir werden uns mit allen unseren Kräften bemühen, gegebene Zusagen und Versprechen einzuhalten. Im Streitfall zählen nur schriftliche, unterfertigte Vereinbarungen.
6- Solidarität – Gemeinschaftsgeist
Wir sind eine Gemeinschaft und werden in unseren Worten und Handlungen diese Zugehörigkeit zu den anderen Bewohnern des El Paraiso Verde demonstrieren.
Jeder von uns ist aufgefordert, im Sinne der Gemeinschaft zu handeln, was gegenseitige Hilfe inkludiert.
Wir werden Aussagen und Handlungen vermeiden, welche die Gemeinschaft, einzelne Mitglieder oder Mitarbeiter schädigen, herabsetzen oder diskreditieren.
Differenzen sind persönlich und direkt zwischen den Betroffenen zu regeln.
7- Freiheit
Freiheit ist für uns der verantwortungsbewusste Umgang mit unseren Mitmenschen. Totale Freiheit ist totale Verantwortung für das eigene Handeln. Wir tragen die Verantwortung für uns selbst, für unsere Gemeinschaft und unsere Umwelt. Die Bewohner von PIRA TAVA verhalten sich auch außerhalb des Siedlungsgebiets so, dass sie dem Ansehen von PIRA TAVA keinen Schaden zufügen.
8- Vernunft
Wir werden in allen unsere Handlungen alle Aspekte des Lebens einbeziehen – Menschen, Tiere und die Natur. Wir werden das höchst-mögliche Maß an Vernunft und Besonnenheit im Umgang mit unserem Umfeld üben. Wir werden anderen Menschen nichts antun, von dem wir nicht wollen, dass es uns angetan wird.
9- Unabhängigkeit
Jeder Bewohner ist für seinen eigenen Lebensunterhalt verantwortlich.
Jeder bemüht sich, durch persönlichen Beitrag die Autarkie und die Gemeinschaft zu fördern. Persönliche Beiträge können in Form von freiwilliger Mitarbeit oder durch Geld-Zuwendungen erfolgen.
10- Rücksicht und Toleranz
Wir nehmen Rücksicht auf andere Bewohner, unsere paraguayischen Nachbarn und auf die Umwelt. Wir beachten in unserem Handeln die Folgen für unsere Mitmenschen und unsere Umwelt.
Wir akzeptieren, dass der andere „anders“ ist und dass er das Recht hat, so zu sein, wie er sein möchte, so lange er nicht seine Mitmenschen in deren Freiheit beschränkt.
11- Mitgefühl
Wir haben Mitgefühl für die Bedürftigen. Wir helfen nur aus der Position der wirtschaftlichen Stärke heraus, freiwillig und selbstbestimmt.
Gleichzeitig achten wir als Gemeinschaft darauf, dass wir unser eigene Stärke nicht durch einen unverantwortlichen Anteil an Sozialfällen kompromittieren. Nur so können wir in der Not effektiv helfen.
12- Vertrauen
Wir vertrauen den anderen Bewohnern, dass sie ehrlich, aufrichtig und wahrhaftig sind. Jeder setzt selbst ein Beispiel für Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit.
13- Unsere Mitarbeiter
Wir behandeln unsere Mitarbeiter, unabhängig von ihrer Nationalität, mit Respekt.
Wir lösen Konflikte unter Beachtung der vorgegebenen Managementstruktur in direkter Kommunikation mit den Betroffenen. Es gilt das Motto: „Alle an einen Tisch.“
Wir werden unsere Mitarbeiter und Beauftragten gemäß den Gesetzen des Landes fair und korrekt vergüten.
